22 - 08 - 2019

Unsere Gruppe trifft sich 2 x monatlich. Unsere Schwerpunkte liegen im Kampf für bezahlbaren Wohnraum, für einen Kiez ohne Bundeswehrwerbung, für eine kostenlose Daseinsvorsorge und und und.....

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Termine:

24.08.2019 12:00 airbnb & Co. in Kreuzberg - Kampf um den Wohnraum Mahalle - Waldemarstr. 110  
         
17.08.2019 14:00 Nachbarschaftliches Strassenfest Kohlfurter Strasse Info

 

Texte:

Brennpunkt Reiche-Kiez

Zwangsräumungen

Viele erinnern sich noch an die Räumung der Familie A. in der Reichenberger Str. 73. Ernst Brenning, Mitglied einer Burschenschaft, Notar und CDU-Politiker, hatte der Familie gekündigt und sie nach dem vorläufigen Urteil des Amtsgerichts am 27.03.2014 zwangsräumen lassen. Das Berufungsverfahren gewann die Familie Monate später, aber die Wohnung war bereits mit erheblichem Aufschlag neu vermietet. Dies war kein Einzelfall. Die Familie Brenning hat bereits mehrere Kündigungen durchgesetzt, besonders beliebt ist dabei das Mittel der Eigenbedarfskündigungen.

Jetzt droht die nächste Räumung. Für den 30.10.2019 ist der Termin für einen Räumungsprozess angesetzt. Doch das dreiste Vorgehen der Familie Brenning stößt weiter auf Widerstand. Zahlreiche NachbarInnen und Initiativen erklären sich solidarisch und werden versuchen die Zwangsräumung zu verhindern. Weiter Infos folgen. Hier Infos zu der Räumung von 2014:

http://berlin.zwangsraeumungverhindern.org/2014/03/27/zwangsraeumung-in-der-reichenberger-str-73-brutal-durchgesetzt/

https://cafereiche.blogger.de/stories/2458921/

 

Kampf um den Wohnraum

In der Reichenberger Strasse können wir diverse Akteure beobachten die mit der Ware Wohnraum Profit machen. Das Unternehmen Schönhaus Immobilien umgeht die Mietpreisbindung durch die Vermietung möblierter Apartments. Diese werden für 6 Monate mit All-Inclusive Angeboten offeriert. NachbarInnen berichten, dass viele dieser Wohnungen als Ferienwohnungen genutzt werden.

Airbnb und andere Anbieter machen richtig Geld mit Ferienwohnungen im Szene Bezirk. NachbarInnen die ein Zimmer vermieten um die steigenden Mieten zu finanzieren sind nicht das Problem sondern die kompletten Wohnungen die dem Wohnungsmarkt entzogen werden. Allein bei airbnb werden über 10.000 Wohnungen angeboten. Mehr Infos hier:

http://insideairbnb.com/berlin/

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/08/85-Prozent-missachten-Zweckentfremdungsverbot-Berlin-Airbnb.html

https://www.jungewelt.de/artikel/360380.zweckentfremdung-verdeckter-wohnungsklau.html?sstr=airbnb

 

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System change - not climate change!

Auch an diesem Freitag streikten in Berlin erneut hunderte Schüler*innen gegen die systematische Zerstörung unser aller Lebensgrundlage als Folge der kapitalistisch imperialistischen Ausbeutung. Diese Ignoranz der Herrschenden, basierend auf Macht -und Profitier der Grosskonzerne und ihrer Verbündeten treibt die Existenz dieses,  unseres Planeten unwiederbringlich dem Abgrund entgegen. Weltweit gehen deshalb jeden Freitag zehntausende Schüler*innen auf die Straße, um für eine lebenswerte Zukunft aller Menschen zu kämpfen. "Wir werden immer mehr - weltweit - und wir werden so lange auf die Straße gehen, bis seitens der Mächtigen endlich die Brisanz der Lage gesehen und entsprechend gehandelt wird! Es brennt. Wir müssen handeln. Und das nicht erst morgen. Wer soll es sonst tun,wenn nicht wir? " Die Frage ist nur was?  Genau das wurde gestern im Anschluss an die Demonstration vom Invalidenpark zum Alex im großen Kreis als öffentliche Aktion auf der Kreuzung vor dem Haus des Lehrers diskutiert. Jede*r konnte mitmachen. So schlossen sich auch einige interessierte Passant*innen den immer sich jeweils paarweise  gegenüber stehenden Diskutant*innen an,  die nach 5 Minuten ihre Position wechselten, um mit möglichst vielen ins Gespräch zu kommen. Was können wir tun? Mit dabei waren ebenfalls die "extinction rebellion", die zahlreiche bunte Fahnen mit ihrem Symbol einer stilisierten auslaufenden Sanduhr dabei hatten. Diese - ebenfalls weltweite -Bewegung versteht sich nicht als Konkurrenz zu Fff, sondern als Ergänzung, da dort alle "nicht-mehr" Schüler*innen angesprochen sind, gemeinsam mit Fridays for future auf die Straße zu gehen und mit dem Mittel des "zivilen Ungehorsams" aktiv zu werden.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat gibt es dazu in der "Baiz"/P-berg ein offenes Treffen, zu dem alle Interessierten und Engagierten herzlich eingeladen sind.

 

 

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Kreuzberg im Wandel: Nachbarn fordern Aldi statt Bio de Luxe

Im April demonstrierten um die 300 Nachbarn vor der Markthalle 9 für „ihren“ Aldi. Die Betreiber der Markthalle hatten dem Discounter gekündigt. Ein Discounter passt nicht in das Konzept. Das Angebot der Halle umfasst vor allem Bio Produkte der oberen Preisklasse. Kritiker bezeichnen die Markthalle als „Luxus-Food-Porn-Halle“.

Dass sie jemals für eine Aldi Filiale auf die Strasse gehen, hätte wohl keiner von den Demonstranten gedacht. Doch jetzt geht es um eine bezahlbare Grundversorgung. Die Mieten in Kreuzberg sind schon lange nicht mehr zu bezahlen. Für Geringverdiener, Hartz 4 Bezieher, Rentner usw. wird das Leben im Kiez immer schwieriger. Die sozialen Gegensätze immer offensichtlicher. Dort Menschen die in der Markthalle Champagner und Austern konsumieren, hier die anderen die nur durch den Einkauf im Discounter über die Runden kommen.

Den sozialen Sprengstoff hat auch die grüne Bezirksregierung erkannt. Nach Gesprächen mit den Betreibern der Markthalle soll nach den Sommerferien mit den Anwohnern über das Konzept der Markthalle neu diskutiert werden. Die Kündigung der Aldi Filiale ist erst mal ausgesetzt.

betterplace.org statt Google Campus

Ist Kreuzberg ohne den Google Campus ein besserer Ort? Sicher, aber betterplace.org ist nur das kleinere Übel. Über die Gründe warum Google von seinen Plänen im ehemaligen Umspannwerk in Kreuzberg seinen Campus einzurichten Abstand genommen hat lässt sich nur spekulieren. Ein Grund sicherlich der vielfältiger Widerstand im Kiez gegen das Projekt und der dadurch befürchtete Imageverlust für Google.

Stattdessen kommt die gute, heile Welt. Ein Unternehmen das seinen einzigen Zweck darin sieht den Menschen zu helfen. Ein geschickter Zug der Verantwortlichen der Bezirksverwaltung. Im Aufsichtsrat von betterplace.org sind u.a. ein Springer Manager und eine ehemalige Bundesministerin. Seinen Kunden aus der Wirtschaft, darunter so namhafte Unternehmen wie Daimler, SAP und Beiersdorf, verspricht betterspace.org durch ein positives Markenimage eine stärkere Kundenbindung. Also mehr Profit. Gefördert werden sollen von den Unternehmen soziale Projekte, weltweit.

Forderungen nach unkommerzieller Nutzung des alten Umspannwerks für soziale Projekte im und für den Kiez wurden ignoriert.

Schreibtische statt Hostelbetten

Als 2018 Pläne bekannt wurden auf dem Gelände eines abgerissenen Autohauses an der Skalitzerstrasse ein Hostel mit 750 Betten und Shoppingmall zu bauen regte sich auch hier schnell Widerstand der Anwohner. Kiezversammlungen und Kundgebungen vor dem Baugelände wurden organisiert. Um die 300 Anwohner diskutierten vor Ort über Alternativen zu dem geplanten Projekt. Eine der meistgenannten Forderung ist der Bau von bezahlbaren Wohnungen.

Wieder spricht der Bezirk mit dem Eigentümer, hier die Ideal Versicherung. Der Baustadtrat Forian Schmidt twittert dass die Hostelpläne vom Tisch seien und die Ideal Versicherungen nun Bürogebäude auf dem Gelände errichten will. Er wertet das als Erfolg. Die Anwohner sehen das natürlich anders. Hier bleibt die Entwicklung abzuwarten.

Das sind nur drei Beispiele von der aktuellen Entwicklung im Kiez. Was hoffen lässt, ist der Widerstand der Menschen, die Vernetzung und das Organisieren in Initiativen. Noch ist Kreuzberg nicht ganz verloren.

 

 

Sommerfest

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